Top-Tipps für Markenpartnerschaften von Pinterest-Creator*innen
9. März 2026

Gehe selbstbewusst Markenkooperationen ein – mit praxisnahen Tipps von Creator*innen wie dir. Egal, ob du passende Partner*innen finden, deiner Stimme treu bleiben oder langfristige Beziehungen zu Marken aufbauen möchtest. Sieben Creator*innen teilen konkrete Tipps und Anreize, damit du sofort durchstarten kannst.

Anthony! @antorvingomes
Was ist dein Top-Tipp für Creator*innen, die mit einer Marke zusammenarbeiten möchten?
Stehe für dich selbst und deine Daten ein. Wirklich. Marken orientieren sich an Zahlen. Dabei sind deine monatlichen Betrachter*innen wichtiger, als du denkst. Kürzlich habe ich mit einer Foto-Editing-Firma zusammengearbeitet. Nach acht Jahren als Profifotograf war das ein echter Gänsehautmoment, bei dem sich der Kreis geschlossen hat. Während der Kooperation habe ich mich aktiv für Pinterest starkgemacht und meine monatlichen Betrachter*innen sowie den langfristigen Wert der Plattform geteilt. Pinterest war in der ursprünglichen Kampagne nicht einmal vorgesehen. Weil ich es angesprochen habe, konnte ich mein Honorar für Crossposting über [mehrere Plattformen] erhöhen. Die Moral von der Geschichte: Warte nicht, bis Marken das Thema ansprechen. Nutze deine Daten zu deinem Vorteil.
Woran erkennst du, ob eine bestimmte Markenkooperation zu dir passt?
Ich stelle mir die Frage, ob das Produkt wirklich zu meinem aktiven, kreativen Lebensstil passt. Ich arbeite nur mit Marken zusammen, deren Produkte ich wirklich nutze und die sich natürlich in meinen Alltag einfügen. Wenn ich sie nahtlos in meine Routine, meinen Content und meine kreative Arbeit integrieren kann, ist das ein Gewinn für alle.
Wie findest du die Balance zwischen deiner eigenen Stimme, deiner Zielgruppe und den Erwartungen der Marke?
Meine kreative Perspektive steht immer an erster Stelle. Ich bin im Herzen ein DIY-Mensch, deshalb ist Storytelling für mich alles. Wenn ich etwas Inspirierendes erstellen und auf ein greifbares Endergebnis hinarbeiten kann, bleibt die Interaktion mit meiner Zielgruppe bestehen und die Marke erhält trotzdem, was sie braucht. Dieses Gleichgewicht entsteht, wenn du dem kreativen Prozess vertraust und dich von der Story leiten lässt.
Hast du etwas Unerwartetes aus einer Markenkooperation gelernt?
Du musst einfach [nach dem gewünschten Budget] fragen. Im schlimmsten Fall ist die Antwort der Marke ein Nein. Dich unter Wert zu verkaufen ist jedoch viel schlimmer. Frage nach und zeige klar, welchen Mehrwert du mitbringst.
Welche unausgesprochenen Eigenschaften schätzen Marken an Creator*innen deiner Meinung nach am meisten?
Pünktlichkeit, Freundlichkeit und eine unkomplizierte Zusammenarbeit. Talent ist wichtig, aber Professionalität und gute Energie bringen dich weiter. Genau das kann aus einem einmaligen Projekt eine langfristige Zusammenarbeit machen.

Chantel! @mama_mila_au
Was ist dein Top-Tipp für Creator*innen, die mit einer Marke zusammenarbeiten möchten?
Am besten positionierst du dich für Markenpartnerschaften, indem du deine Lieblingsmarken, die du täglich nutzt oder wirklich liebst, ganz natürlich in deinem Content zeigst. Markiere Marken, um auf dich aufmerksam zu machen, und gib deiner Zielgruppe gleichzeitig echte Empfehlungen für Produkte, die du liebst. Suche außerdem in deinen Kommentaren und DMs nach sich abzeichnenden Trends, wie zum Beispiel Fragen nach bestimmten Artikeln. Diese Erkenntnisse zeigen dir, was deine Zielgruppe bei dir zu finden hofft.
Woran erkennst du, ob eine bestimmte Markenkooperation zu dir passt?
Ich arbeite nur mit Marken zusammen, die ich wirklich nutze, liebe und meinen engsten Freund*innen und meiner Familie empfehlen würde. Ich frage mich oft, ob ich bei einem Treffen mit Freund*innen wirklich über diese Marke sprechen und sie empfehlen würde. Wenn du eine Community aufbaust, steht das Vertrauen an erster Stelle. Die stärksten Partnerschaften entstehen im Zuge echter Authentizität.
Wie findest du die Balance zwischen deiner eigenen Stimme, deiner Zielgruppe und den Erwartungen der Marke?
Alle in deiner Community haben einen Grund, dir zu folgen. Ein großer Teil meiner Zielgruppe folgt mir wegen Tipps und Tricks, Vorführungen und Informationen. Statt ein Skript wortwörtlich abzulesen, zeige ich echte Anwendungen des Produkts, wie ich es zu Hause nutze und wie es mir den Alltag erleichtert. Danach baue ich die Kernbotschaften so ein, dass sie natürlich wirken.
Hast du etwas Überraschendes aus einer Markenkooperation gelernt?
Du musst nicht in deiner Nische bleiben. Deine Zielgruppe ist an so vielen verschiedenen Facetten von dir interessiert. Auch wenn ich hauptsächlich Content rund ums Wohnen erstelle, drehen sich einige meiner erfolgreichsten Kooperationen (und die Fragen, die ich auf meinem Kanal bekomme) um Mode, Beauty, Auto, Lifestyle und sogar Bücher. Wage dich ruhig an Content außerhalb deiner Nische heran.
Welche unausgesprochenen Eigenschaften schätzen Marken an Creator*innen deiner Meinung nach am meisten?
Neben Metriken schätzen Marken in der Regel Zuverlässigkeit, Vertrauen und Professionalität. Dazu gehören beispielsweise das fristgerechte Erstellen von Content, das erneute Durchlesen des Briefings, damit dein Content den Zielen entspricht, und das proaktive Reagieren auf Kommentare, sobald der Content online ist. Du kennst deinen Kanal am besten, daher kann es viel bewirken, wenn du den gegenseitigen Austausch förderst und Ideen teilst, die auf dem Briefing aufbauen. Zusammenarbeit im Team ist der Schlüssel zu erfolgreichen Partnerschaften.

Tinsaye – @AspectsofTinsaye
Was ist dein Top-Tipp für Creator*innen, die mit einer Marke zusammenarbeiten möchten?
Warte nicht, bis eine Markenpartnerschaft auf dich zukommt, bevor du deine Fähigkeiten ausbaust. Arbeite an Ideenfindung, Erstellung und Editing mit den Produkten, die du gerade zur Hand hast. So baust du dir nicht nur ein starkes Portfolio auf, sondern entwickelst auch klare Abläufe. Feile gezielt an deinem Storytelling: Wie fügen sich diese Produkte ganz natürlich in deinen Content ein? Wenn du an diesen Fähigkeiten arbeitest, fällst du nicht nur Marken auf, sondern kannst auch bei jeder Partnerschaft, die auf dich zukommt, sofort durchstarten.
Woran erkennst du, ob eine bestimmte Markenkooperation zu dir passt?
Ich schaue mir an, wer die Zielgruppe der Marke ist und ob sie mit meiner übereinstimmt. Würde ich das Produkt selbst kaufen oder nutzen? Außerdem achte ich darauf, dass es sich nahtlos in meinen Content einfügt, ohne wie eine zufällige Werbeanzeige zu wirken.
Wie findest du die Balance zwischen deiner eigenen Stimme, deiner Zielgruppe und den Erwartungen der Marke?
Bevor ich Content erstelle, setze ich mich hin und studiere das Briefing, um das übergeordnete Kampagnenziel zu verstehen. Manchmal ist das Ziel einfach Markenbekanntheit, ein anderes Mal steht eine neue Produkteinführung an, für die du Begeisterung wecken sollst. Auf dieser Grundlage entscheide ich, welcher meiner üblichen Content-Typen am besten dazu passt, und formuliere die Botschaften in meinen eigenen Worten. Eine engagierte Zielgruppe merkt sofort, wenn du ein Skript abliest. Nimm die Stichpunkte und lass deine Persönlichkeit einfließen.
Hast du etwas Überraschendes aus einer Markenkooperation gelernt?
Manche Kampagnen haben extrem enge Timelines, was schnell überwältigend wirken kann. Die Bearbeitungszeit und die Anzahl der am Freigabeprozess Beteiligten ist für viele überraschend. Markenpartnerschaften sind ein knallhartes Geschäft – egal, wie leicht und unterhaltsam der fertige Content wirkt.
Welche unausgesprochenen Eigenschaften schätzen Marken an Creator*innen deiner Meinung nach?
Wie bei den meisten gemeinsamen Projekten sind klare Kommunikation, Termintreue und eine unkomplizierte Zusammenarbeit Gold wert. Wenn du eine langfristige Beziehung zu einer Marke aufbauen möchtest, musst du verlässlich sein. Hochwertiger Content ist nur die halbe Miete. Ebenso wichtig sind starke zwischenmenschliche Fähigkeiten.

Adrian! @adrianwidjy
Was ist dein Top-Tipp für Creator*innen, die mit einer Marke zusammenarbeiten möchten?
Bei mir hat es über ein Jahr gedauert, in dem ich konsequent mit Produktentdeckungen, Food-Hacks und Fun Facts über große Marken gepostet habe, bevor ich mir meine erste bezahlte Partnerschaften sichern konnte. Heute bin ich dankbar, für jede von ihnen als Markenbotschafter unterwegs zu sein und mindestens einmal im Monat eine Markenpartnerschaft umzusetzen.
Mein wichtigster Tipp: Verhalte dich, als gehörtest du schon dazu. Warte nicht auf einen Markendeal, um markentauglichen Content zu erstellen. Zeige Marken, wie du sie ganz natürlich in deine Welt integrierst. Beständigkeit liefert Beweise und Beweise schaffen Vertrauen.
Außerdem gibt es in Australien Plattformen für Creator*innen, auf denen Marken Jobs posten und Creator*innen pitchen und ihre Preise festlegen können. Warte also nicht einfach darauf, entdeckt zu werden.
Woran erkennst du, ob eine bestimmte Markenkooperation zu dir passt?
Ich stelle mir eine einfache Frage: Würde ich darüber wirklich sprechen, wenn ich dafür nicht bezahlt würde? Wenn ich klar erklären kann, warum ich ein Produkt liebe, weiß ich, dass ich es mit echter Begeisterung vermitteln kann. Wenn ich überzeugt bin, spürt das auch meine Zielgruppe. Authentizität lässt sich auf Dauer nicht vortäuschen und Zielgruppen merken das.
Wie findest du die Balance zwischen deiner eigenen Stimme, deiner Zielgruppe und den Erwartungen der Marke?
Ich reiche immer ein Konzept ein, das zum Markenbriefing passt und sich trotzdem nach mir anfühlt. So zwinge ich keine Botschaften in ein Format, das nicht zu meinem Stil passt. Manchmal spreche ich mich auch gegen bestimmte Kernbotschaften aus, wenn sie sich nicht natürlich anfühlen. Ich bin sogar schon aus einem Deal ausgestiegen, weil er meine Integrität gefährdet hat. Am Ende ist deine Zielgruppe dein langfristiges Kapital. Dieses Vertrauen zu schützen ist wichtiger als eine einzelne Kampagne.
Hast du etwas Überraschendes aus einer Markenkooperation gelernt?
Ich habe gelernt, dass die Dinge, die ich wirklich spannend finde, in der Regel auch für Interaktionen sorgen. Wenn ich Details hervorhebe, die ich persönlich cool, überraschend oder nützlich finde, stößt das Gespräche an. Leidenschaft ist vor der Kamera spürbar.
Welche unausgesprochenen Eigenschaften schätzen Marken an Creator*innen deiner Meinung nach?
In letzter Zeit haben mir Marken gesagt, dass sie es schätzen, wenn meine Reaktionen echt wirken und nichts gespielt ist. Ein weiterer Punkt ist Vielseitigkeit. Ich beschränke mich nicht strikt auf eine Nische. Ich poste über Food, Events, Lifestyle, Reisen, Beauty und Produkte, die mir wirklich gefallen. Diese Flexibilität ist ein echter Vorteil. Doch über den Content hinaus zählt Professionalität: klare Kommunikation, das Einhalten von Deadlines und eine lösungsorientierte Haltung. Langfristige Markenbeziehungen basieren genauso sehr auf Verlässlichkeit wie auf Kreativität.

Funke – @Funkeolotu_
Was ist dein Top-Tipp für Creator*innen, die mit einer Marke zusammenarbeiten möchten?
Konzentriere dich darauf, dein authentisches Ich durch die Art auszudrücken, wie du Content erstellst, statt dich auf Deals zu fixieren. Wer du bist, kommt besser rüber, wenn du aus dir heraus Content erstellst. Genau dann möchten Marken, die zu deiner Story passen, ganz natürlich mit dir arbeiten.
Woran erkennst du, ob eine bestimmte Markenkooperation zu dir passt?
Ich kläre das mit drei Fragen: Welche Marke ist es, wofür steht sie und warum ist sie für mich und meine Zielgruppe relevant? Wenn die Marke mit meinen Werten übereinstimmt, bin ich offen für eine Zusammenarbeit. Wenn nicht, lehne ich höflich ab. So bleibe ich mir auch weiterhin treu und empfehle nichts, hinter dem ich nicht stehen kann.
Wie findest du die Balance zwischen deiner eigenen Stimme, deiner Zielgruppe und den Erwartungen der Marke?
Ich achte darauf, dass meine Art, Content zu erstellen, und die Wünsche der Marke auf einer Linie liegen. Manchmal probiere ich dabei sogar neue Formate aus. Das ist spannend, weil ich oft etwas dazulerne oder einen neuen Stil für mich entdecke. Letztlich frage ich mich: Würde ich diesen Content auch erstellen, wenn ich nicht dafür bezahlt würde? Wenn nicht, spreche ich das offen an und wir finden einen Mittelweg.
Hast du etwas Überraschendes aus einer Markenkooperation gelernt?
Marken gehen oft sehr ins Detail. Für eine Schmuck-Kooperation sollte ich vorab mitteilen, welche Kleidung ich tragen würde, Fotos vom Drehort schicken und weitere Infos liefern – alles noch vor dem Dreh. Ich gehe davon aus, dass die Anforderungen mit wachsender Reichweite noch detaillierter werden. Das ist ziemlich aufregend.
Welche unausgesprochenen Eigenschaften schätzen Marken an Creator*innen deiner Meinung nach?
Ganz klar: Kommunikation. Schnelle und klare Abstimmung, Deadlines einhalten und das vereinbarte Skript umsetzen. Außerdem ist es wichtig, nicht defensiv auf Feedback zu reagieren. Manchmal musst du Content überarbeiten, in den du sehr viel Zeit gesteckt hast. Das gehört einfach dazu.

Pranvi! @pranvi_bardolia
Was ist dein Top-Tipp für Creator*innen, die mit einer Marke zusammenarbeiten möchten?
Dein Profil muss dein größtes Kunstwerk sein. Es sollte für sich sprechen. Wenn dein Content deinen Stil, deine Qualität und deine Persönlichkeit klar zeigt, ist es weniger wichtig, was du vorstellst oder sagst, denn Marken erkennen deinen Wert dann bereits. Statt dich nur auf Outreach zu fokussieren, solltest du dein Profil bewusst, strategisch und konsistent aufbauen. Das ist die eigentliche Grundlage.
Woran erkennst du, ob eine bestimmte Markenkooperation zu dir passt?
Schau, ob die Marke in deine Nische passt – oder zumindest einige ihrer Produkte. Wenn nicht, frag dich, ob der Content, den du auf Grundlage der vereinbarten Leistungen erstellst, deine Zielgruppe tatsächlich zum Interagieren bringen. Wenn die Antwort Nein lautet, ist das dein Zeichen, es lieber bleiben zu lassen, bevor du deine Zeit und die der Marke verschwendest.
Wie findest du die Balance zwischen deiner eigenen Stimme, deiner Zielgruppe und den Erwartungen der Marke?
Das ist tatsächlich schwierig. Die Marke investiert Zeit und Budget in die Partnerschaft. Daher weiß sie, was sie bewerben und wie sie es präsentieren möchte. Da ich die Marke vertrete, ist es verständlich, dass sie daran beteiligt ist, wie der Content präsentiert wird. Und das ist auch absolut nachvollziehbar. Gerade 2026 ist es wichtig, dass Creator*innen den Wert verstehen, der hinter jeder Kooperation steckt. Das gilt besonders im KI-Zeitalter. Gleichzeitig sehe ich es als kreative Herausforderung. Wenn ich das Gefühl habe, dass ein bestimmter Call-To-Action, ein Text oder eine Bildunterschrift bei meiner Zielgruppe möglicherweise nicht funktioniert, suche ich nach dem Grund dafür. Wenn es wirklich nicht passt, nehme ich diese Erkenntnis mit. Bei künftigen Kooperationen kommuniziere ich klarer, was bei meiner Zielgruppe funktioniert und was nicht. Wichtig ist, respektvoll zu vermitteln, dass sich Content natürlich anfühlen muss, sonst funktioniert er für beide Seiten nicht.
Hast du etwas Überraschendes aus einer Markenkooperation gelernt?
Bei meinen ersten Markendeals war ich überrascht, wie viele Ebenen involviert sind. Es ist nie nur eine Person oder ein schneller Prozess. Hinter jeder Zusammenarbeit stecken mehrere Freigaben, Abstimmungen und Schritte. Es war definitiv komplexer, als ich erwartet hatte. Aber genau darin liegt auch das Schöne. Den Content zu erstellen, ist oft der einfachste Teil. Alles andere erfordert echten Einsatz und klare Strukturen. Seit ich das verstanden habe, hat sich mein Blick komplett verändert. Und ich bin beeindruckt davon, wie viel Respekt sowohl Mikro- als auch Makro-Creator*innen in dieser Branche genießen.
Welche unausgesprochenen Eigenschaften schätzen Marken an Creator*innen deiner Meinung nach?
Professionalität ist entscheidend. Langfristige Partnerschaften aufzubauen ist nicht einfach. Jeden Tag kommen neue Creator*innen dazu, deshalb musst du kommunikativ, flexibel und konstant präsent sein.

Neha! @mostlyfoodandtravel
Was ist dein Top-Tipp für Creator*innen, die mit einer Marke zusammenarbeiten möchten?
Mein wichtigster Tipp: Veröffentliche so viele Pins wie möglich und halte dein Pinterest-Konto aktiv, damit Marken auf deinen Content aufmerksam werden. Je mehr Content online ist, desto höher ist die Chance, dass er gesehen wird. Ich poste mindestens einmal pro Woche und teste verschiedene Formate, zum Beispiel Designs mit Canva oder kreative Collagen. So sehen Marken direkt, wie vielseitig ich bin.
Woran erkennst du, ob eine bestimmte Markenkooperation zu dir passt?
Für mich ist entscheidend, dass eine Marke mir kreative Freiheit lässt und nicht jedes Detail vorgibt. Ich habe kürzlich sehr positive Erfahrungen mit einer Marke gemacht, weil sie mir freie Hand gelassen hat. Schließlich ist es mein Content, der sie überzeugt hat, auf mich zuzukommen. Ich mag Marken, die sagen: „Mach dein Ding.“, weil sich der Content dadurch natürlicher und überzeugender anfühlt.
Wie findest du die Balance zwischen deiner eigenen Stimme, deiner Zielgruppe und den Erwartungen der Marke?
Ich finde, je natürlicher der Content ist, desto besser. Ich habe einmal mit einer Marke gearbeitet, die wollte, dass ich Dinge erwähne, die überhaupt nicht zu meinem Stil gepasst haben. Das hat sich auch bemerkbar gemacht. Es waren einfach nicht meine Worte. Ich bin überzeugt, dass du, wenn du dir selbst treu bleibst, tatsächlich mehr Anforderungen einer Marke erfüllst. Es ist super wichtig, dass du deine eigene Stimme benutzt und dich nicht zu sehr vom Skript der Marke leiten lässt. Bestimmte Begriffe oder Kernbotschaften sind manchmal vorgegeben und das ist auch völlig in Ordnung. Aber ich versuche immer, alles zuerst in meiner eigenen Tonalität zu formulieren, damit es stimmig bleibt.
Hast du etwas Unerwartetes aus einer Markenkooperation gelernt?
Bei einer Partnerschaft wusste ich zunächst gar nicht, welches Ziel die Marke mit den von mir erstellten Pins verfolgt hat. Statt meine fertigen Videos zu bewerben, bat sie mich plötzlich um das Rohmaterial, um daraus eigenen Content zu erstellen. Für die Zukunft habe ich vor allem Folgendes gelernt: Frage direkt nach, ob und wie dein Partner deinen Pin bewerben wird.
Welche unausgesprochenen Eigenschaften schätzen Marken an Creator*innen deiner Meinung nach?
Authentizität ist aus meiner Sicht entscheidend. Ebenso wichtig ist es, der Marke offen zu sagen, wenn etwas nicht funktioniert. Ich erinnere mich an eine Zusammenarbeit mit einer Marke zum Thema Sommerparty und in dem Video habe ich meinen Picknicktisch verwendet. Die Marke fragte, ob ich eine schönere Tischdeko hätte, aber ich habe ehrlich gesagt, dass ein luxuriöser Look nicht zu meiner Ästhetik passt. Dieses ehrliche Feedback wussten sie zu schätzen und haben mich das Video auf meine Art umsetzen lassen. Genau das zeigt: Gute Zusammenarbeit ist immer ein Geben und Nehmen und ehrliches Feedback wird geschätzt.


